Deutschland

Ein Bildungszentrum im Herzen des Elends

01. Okt 2018
 

Leben in „Cracolândia“

„Cracolândia“ ist ein Problemviertel im brasilianischen São Paulo – und auch das Zuhause vieler Kinder. Der Einfluss von Drogen, Gewalt und Prostitution lässt sie auf die schiefe Bahn geraten. Neben diesen Missständen sind auch die mangelnden Bildungsmöglichkeiten der Grund dafür, dass Kinder, die dort aufwachsen, chancenlos sind – Das will der Verein educare e.V. ändern. 



Ein großartiges Programm in einer unzureichenden Umgebung

educare setzt sich erfolgreich für die Fürsorge und Ausbildung von derzeit mehr als 100 Kindern in São Paulo ein. Die Mitglieder haben ein Bildungs- und Präventionsprogramm ins Leben gerufen, welches den Kindern das Ausführen von außerschulischen Aktivitäten wie Judounterricht, Ballett, Musik oder Kunst ermöglicht. Diese fanden bisher aufgrund mangelnder Möglichkeiten in einer unzureichenden Umgebung statt: Der Zufluchtsort, der vor 10 Jahren für die Kinder geschaffen wurde, war klein und bot daher wenige Möglichkeiten.


Umzug von educare in den neuen Gebäudekomplex

Zurzeit plant educare sein bisher größtes Projekt, welches die Chancen auf eine gute Zukunft für die Kinder erheblich verbessern soll: Den Betrieb einer offiziell anerkannten Vorschule, die auch vom Staat gefördert wird. Auf der Suche nach einem geeigneten Objekt stieß das educare-Team auf einen Gebäudekomplex, der im Besitz der katholischen Kirche ist. Die drei heruntergekommenen Gebäude waren bereits von einer Schule genutzt worden, sie standen aber schon seit längerer Zeit leer. Zwar konnte educare die Räumlichkeiten mieten, doch es steht ihnen viel Arbeit bevor: Der Zustand der Gebäude könnte keinesfalls den Anforderungen an eine staatlich anerkannte Schule gerecht werden. Das gilt es nun zu ändern.


Alle packen mit an

educare e.V. ist bereits seit Oktober 2018 eifrig am Organisieren und Aufbauen. Martiniano Borges, educare-Vorstand, bewacht den Aufbau der Schule und dokumentiert regelmäßig die Fortschritte in seinen Videos, die er uns zuschickt. Dächer werden saniert und neu gedeckt, Elektriker sorgen für die Stromverteilung im Haus, es gibt neue Wasserspeicher, und und und. Auch die Kinder sind hochmotiviert, sich am Bau zu beteiligen und investieren zum Beispiel viel Zeit in die Bepflanzung der Grünflächen. Nach und nach ensteht in São Paulo eine Bildungsstätte, die vielen Kindern eine gerechte Zukunft ermöglichen kann.

Ein neues Zuhause wird geschaffen

Zusätzlich bietet der Gebäudekomplex auch Platz für das neue Zuhause einer Lehrerin, die bisher täglich über eine Stunde anreisen musste, um die Kinder unterrichten zu können. 10.000 Euro spendet die AEB-Stiftung an educare, um die Renovierungsarbeiten an der Wohnung neben der Schule umsetzen zu können. Nun kann die Lehrerin viel leichter ihrem Beruf nachgehen und für die Kinder, für die sie eine wichtige Vertrauensperson ist, jederzeit da sein.


Ein besonderes Geschenk für die Kinder

Eine besondere Aufnahme zeigt uns Martiniano zum Schluss seines Dokumentationsvideos. Die Kamera richtet sich auf einen Trinkwasserbrunnen, der mithilfe einer Geldspende der AEB-Stiftung angeschafft werden konnte.

Nicht nur mit Geld, sondern auch mit Know-How unterstützt die AEB-Stiftung die engagierten Mitglieder bei der Umsetzung des Projekts.  Mehr darüber, wie wir educare unterstützen, erfahren Sie hier.